Ein gemeinsames Zeichen gegen Sozialabbau hat das neu gegründete Bündnis „Starker Sozialstaat Moers“ am Mittwoch, 8. Juli, gesetzt. Vertreterinnen und Vertreter der Bündnisorganisationen, zu denen auch die Grafschafter Diakonie gehört, und Bürgerinnen und Bürger versammelten sich am AWO-Seniorenzentrum Johannes-Rau-Haus und zogen anschließend zum Moerser Rathaus. Dort fand parallel zur Ratssitzung der Stadt Moers die Abschlusskundgebung statt. Mit der Demonstration machte das Bündnis auf die aktuell diskutierten Kürzungen im Sozialbereich aufmerksam. Diese könnten unter anderem die Eingliederungshilfe sowie die Kinder- und Jugendhilfe betreffen. In seiner Rede vor dem Rathaus sagte Kai T. Garben, Geschäftsführer der Grafschafter Diakonie: „Wir dürfen nicht zulassen, dass Veränderungen auf dem Rücken derjenigen ausgetragen werden, die Unterstützung am dringendsten brauchen. Wenn Einsparungen zulasten der Schwächsten gehen, ist das kein Fortschritt. Dann sparen wir nicht am System – dann sparen wir am Menschen.“ Mit Blick auf die Sparüberlegungen betonte er: „Ein starker Sozialstaat ist keine Belastung für den Haushalt. Er ist eine Investition in unsere Gesellschaft, in unsere Wirtschaft, in unsere Demokratie und vor allem in unsere Zukunft.“
Info: Das Bündnis „Starker Sozialstaat Moers“ ist ein Zusammenschluss der Arbeiterwohlfahrt Ortsverband Moers, der Grafschafter Diakonie, des Paritätischen Kreis Wesel, des Caritasverbands Moers-Xanten, des Deutschen Gewerkschaftsbundes Region Niederrhein, der IG Metall Duisburg-Dinslaken sowie der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (verdi).








