Was brauchen die Ratsuchenden? Was wünschen sie sich? Und vor allem: Wie sieht ihre Lebenssituation als Ganzes aus? „Es ist wichtig, ein Gesamtbild von der Lage zu erhalten“, weiß die Beraterin. Daraus entwickelt sie gemeinsam mit den Ratsuchenden konkrete Schritte zur Entlastung und Unterstützung. Das Spektrum ist dabei vielfältig: Eine stundenweise Betreuung kann Angehörige zum Beispiel entlasten, der Besuch einer Tagespflege kann sinnvoll sein oder vielleicht hilft die Teilnahme an einem Gesprächskreis für Angehörige weiter. „Es gibt viele Möglichkeiten und nicht alle davon sind allgemeinbekannt“, sagt Larisch.
Bei alldem richtet sich Larischs Blick nicht nur auf die erkrankte Person und die ratsuchenden Angehörigen. „Es geht meist um mehr, denn eine Demenzerkrankung bringt Veränderungen in der ganzen Familie und im Umfeld mit sich. Zum Beispiel können Freundschaften nicht mehr intensiv gepflegt werden, Unternehmungen oder Erledigungen werden komplizierter“, sagt sie. Auf Wunsch spricht sie mit den Ratsuchenden darüber und auch über die persönlichen Belastungen, die mit einer Demenzerkrankung einhergehen können und welche Möglichkeiten es gibt, einen guten Umgang damit zu finden.
Für ihre Aufgabe bringt Larisch langjährige Erfahrung aus Berufsstationen in der Pflege mit. Die ausgebildete Krankenschwester war etwa als Pflegedienstleitende in der ambulanten Pflege tätig, arbeitete als Pflegekraft in einer Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete und war in leitender Position in der Tagespflege beschäftigt. Dort sammelte sie intensive Erfahrungen in der Begleitung von Menschen mit Demenz in verschiedenen Stadien der Erkrankung. „In der Tagespflege habe ich viel darüber gelernt, wie unterschiedlich das Krankheitsbild sein kann und wie wichtig die richtige Kommunikation und Beschäftigung sind“, sagt sie.
An ihrer neuen Aufgabe schätzt Larisch besonders den Kontakt mit den Menschen vor Ort. Auch privat ist sie dem Leben am Niederrhein verbunden. „Ich wohne in Sonsbeck und mag die bodenständige Lebensqualität hier vor der Haustür“, sagt sie.
Kontakt: Die Fachberatung Demenz der Grafschafter Diakonie ist Anlaufstelle für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen, Bezugspersonen und weitere Interessierte. Sie ist erreichbar unter 02841 17901646.








