Wie fühlt sich ein Mensch mit Demenz beim Anziehen eines T-Shirts, beim Einkaufen, beim Frühstücken oder beim Lesen eines Briefs? Antworten darauf können Angehörige, Bezugspersonen und alle Interessierten am 15. April im Seniorenbüro der Grafschafter Diakonie, am Markt 5, 47445 Moers, aus erster Hand erfahren – nämlich durch ihr eigenes Erleben. Vor Ort sind vier interaktive Stationen des Demenzsimulators „Hands on Dementia“ aufgebaut. Interessierte können daran ausprobieren, wie sich alltägliche Tätigkeiten anfühlen, wenn Fähigkeiten wie Auffassung, Koordination und Orientierung durch eine demenzielle Erkrankung eingeschränkt sind. „Für die Teilnehmenden kann dabei ein Aha-Effekt entstehen. Denn sie erleben selbst die typischen Empfindungen wie Überforderung und Unsicherheit und die Schwierigkeiten, gewohnte Aufgaben zu erledigen“, erklärt Iris Schwabe, Leiterin des Seniorenbüros. Der Perspektivwechsel ermöglicht es den Teilnehmenden, genauer zu verstehen, was ihre an Demenz erkrankten Angehörigen gerade brauchen, was ihnen fehlt oder was ihnen in bestimmten Situationen helfen kann. „So gewinnen Betreuende mehr Sicherheit, während sich die Erkrankten verstanden und gut aufgehoben fühlen“, sagt Schwabe. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr und endet gegen 16.30 Uhr. Begleitet wird der Nachmittag von Albert Sturtz von der Alzheimergesellschaft Moers Niederrhein, der für Fragen und Austausch über die gemachten Erfahrungen zur Verfügung steht.








