Tafel Kamp-Lintfort

Die Idee ist einfach und gelingt bundesweit. Nahrungsmittel, deren Ablaufdatum sich nähert oder deren Verpackung beschädigt ist, werden von Geschäften und Firmen aus und rund um Kamp-Lintfort kostenfrei der Tafel Kamp-Lintfort zur Verfügung gestellt. 

Seit im März 2003 eine Gruppe Ehrenamtlicher mit der Unterstützung des damaligen Diakonischen Werks Kirchenkreis Moers - heute Grafschafter Diakonie gGmbH – Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers - begonnen hat, die Tafelidee für und in Kamp-Lintfort umzusetzen, ist viel passiert. Spender und ehrenamtliche Helfer eint aber unverändert die Idee, zu verhindern, dass Lebensmittel vernichtet werden, bedürftige Familien und Einzelpersonen zu unterstützen und mit sozialem Engagement ein gutes Beispiel zu geben. Zu Beginn arbeiteten die Ehrenamtlichen noch in einer kleinen Garage im Garten der Kamp-Lintforter Dienststelle des Diakonischen Werks Kirchenkreis Moers. Zu Beginn haben die 10 Ehrenamtlichen "der ersten Stunde" zweimal wöchentlich die Ware, die sie zuvor bei den spendenden Firmen abgeholt hatten, an weniger als 50 Personen ausgegeben. Das Angebot wurde sehr gut angenommen, schnell stieg die Zahl der Tafelkunden, andere Räumlichkeiten mussten gefunden werden. Mit Unterstützung der Evangelischen Kirche im Rheinland und mit kirchlichen Eigenmitteln wurde der „Schwarze Diamant“, früher eine Gaststätte gegenüber der Dienststelle des Diakonischen Werks, renoviert und ausgestattet. Im Jahr 2005 erfolgte dann nach abgeschlossenen Umbauarbeiten der Umzug der Tafel Kamp-Lintfort in den „Schwarzen Diamanten“ an der Friedrich-Heinrich-Allee 14. 

Mittlerweile sind knapp über 460 Haushalte mit geringem Einkommen angemeldet, von denen je Öffnungstag jeweils bis zu 100 versorgt werden. Insgesamt erreicht die Tafel damit 1500 Lintforter Bürgerinnen und Bürger. Die Lebenssituation der Menschen ist weiterhin sehr heterogen: Es handelt sich um Familien mit Kindern, alleinstehende und ältere Menschen ebenso wie Menschen mit Migrationshintergrund. Dabei sind nicht alle Kunden Bezieher von staatlichen Transferleistungen. Zunehmend kommen Menschen mit einem zu geringen Erwerbseinkommen oder mit einer sehr geringen Rente. Im Berichtszeitraum ist, wie auch in allen anderen sozialen Sicherungssystemen, eine neue Nutzergruppe hinzugekommen: die Flüchtlinge. 

Derzeit sammeln ungefähr fünfunddreißig ehrenamtliche Helfer Lebensmittel von spendenden Unternehmen und geben sie an bedürftige Personen weiter. Die Waren werden an bis zu sechs Tagen in der Woche bei den Lebensmittelspendern abgeholt, um sie dann an die Kunden der Tafel Kamp-Lintfort weitergeben zu können. 

Über 40 Firmen aus der weiteren und näheren Umgebung spenden regelmäßig Nahrungsmittel, weitere Sponsoren fördern und unterstützen die Tafel Kamp-Lintfort mit Spenden und ermöglichen so ihren Fortbestand. Leider ist nach wie vor ein Rückgang bei den Geldspenden zu beobachten. Dies führt zu immer größer werdenden Finanzierungsproblemen bei der Tafel. Eine von Seiten der Stadt Kamp-Lintfort zugesicherte Defizitdeckung in Höhe von bis zu € 2.500,00 ist zwar hilfreich, deckt das Defizit aber leider nur zu einem kleinen Teil. Um diesem Defizit ein wenig entgegenzuarbeiten, musste das sogenannte „Tütengeld“ für Haushalte bis 4 Personen auf € 2,00 pro Ausgabetag und für Haushalte ab 5 Personen auf € 3,00 pro Ausgabetag erneut erhöht werden. Dieser Beitrag führt dazu, einen Teil der Unkosten der Tafel zu decken, der wesentlich wichtigere Gedanke beim „Tütengeld“ ist jedoch der dahinter stehende „Kundegedanke“ und der ebenfalls damit verbundene höhere „Wert“ der erhaltenen Ware.  

Zusammenfassend können die drei wesentlichen Ziele der Tafel Kamp-Lintfort wie folgt beschrieben werden: 

1. Vorrangig geht es um die konkrete materielle Unterstützung von Personen, die in Armut leben.

2. Die Tafel Kamp-Lintfort hat des Weiteren ein sozialethisches Interesse: es werden weniger Lebensmittel vernichtet. Das ehrenamtliche Engagement trägt zur Ressourcenschonung bei.

3. Betroffene Personen sollen aktiviert und mobilisiert werden. Der Großteil der ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Tafel Kamp-Lintfort wurde aus dem Bereich der Kunden der Tafel gewonnen. 

Öffnungszeiten für die Tafelkunden:

Dienstags ab 13:00 Uhr
Freitags ab 13:00 Uhr

Sie möchten die Arbeit der Tafel Kamp-Lintfort ehrenamtlich unterstützen? Dann melden Sie sich bei Frau Baas-Hahn.
Sie möchten die Unterstützung der Tafel Kamp-Lintfort nutzen? Dann kommen Sie an den Ausgabetagen um 12:00 Uhr in den „Schwarzen Diamanten“.

Ansprechpartnerin 

Frau Marion Baas-Hahn
Tel.: 0157 35100353

Adresse
„Schwarzer Diamant“
Friedrich-Heinrich-Allee 14
47475 Kamp-Lintfort 

Täfelchen - das Schülerfrühstück

Ein hungriger Bauch lernt nicht gerne… 

…und genau da setzt das Täfelchen, ein Projekt an der Janusz-Korczak-Schule, Standort Kamp-Lintfort, einer Schule für Kinder mit Förderbedarf im sozial-emotionalen Bereich, an. Hier wird jeden Morgen zwischen 6:30 Uhr und 8:00 Uhr für alle Schulkinder ein Frühstück angeboten. Bis zu sechzig Kinder täglich nutzen die Möglichkeit miteinander zu frühstücken. Hierbei wird besonders auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung geachtet; Obst und Gemüse stehen zur Verfügung. Neben Brötchen gibt es Cornflakes oder Müsli, um das Frühstück abwechslungsreich zu gestalten. Das Angebot fördert zum einen die Konzentration, zum anderen beginnen die Kinder morgens den Tag in geselliger Runde mit vertrautem Ritual.
Die Lebensmitteleinkäufe für das Täfelchen werden aus Spenden finanziert - auch Ihre Spende wird gebraucht!  

Wollen Sie uns unterstützen?

Unser Spendenkonto lautet:
Grafschafter Diakonie gGmbH-Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers
IBAN DE05 3506 0190 1010 0960 29
Verwendungszweck: 391200 Täfelchen