aus der Grafschafter Diakonie

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Nistkästen sorgen für Nachwuchs bei den Steinkäuzen

Das Zuhause für die Steinkauz-Mutter und ihren Nachwuchs steht bereit. Seinen Platz hat es auf der Streuobstwiese direkt hinter der Schwafheimer Ortsausfahrt gefunden. Engagierte des Naturschutzbundes Moers/Neukirchen befestigten den Brutkasten auf einem waagerechten Ast unterhalb der Krone des Apfelbaumes. Gefertigt wurde das Stück von Beschäftigten des Johann Heinrich Wittfeld-Wohnverbunds. Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung der Grafschafter Diakonie, dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Moers, bohrten die Schraublöcher des 72-mal-20-Zentimeter-Kastens vor, schliffen die Kanten seiner Bretter und versahen das Dach des Nistkastens mit Teichfolie.

„So viel normaler Alltag wie möglich“

Eva Bulmann wohnt jetzt alleine. Früher hat sie für ihre Familie gekocht, für mindestens fünf Personen. Heute bleibt die Küche an vielen Tagen kalt. „Es lohnt sich nicht für mich alleine zu kochen“, sagt sie. Die 86-jährige hält das Gemüsemesser in der Hand. Zusammen mit fünf weiteren Seniorinnen und Senioren schneidet sie Zwiebeln in Ringe, Kartoffeln und Äpfel in Stücke und die Blutwurst in Scheiben. „Das ist keine Arbeit, das ist Freude“, sagt die Seniorin. Für das gemeinsame Genießen des frisch zubereiteten rheinischen Klassikers „Himmel und Äd“ gilt das erst recht.

Anna Bastian, sozialpädagogische Betreuungskraft in der „Tagespflege an der Friedenskirche“, erläutert den Gedanken, der hinter der Kochaktion steht: „Wir fragen unsere Gäste nicht ‚was kannst du nicht mehr?‘ Wir fragen sie, ‚welches Leben hast du gelebt? Was hast du jahrzehntelang getan und was kannst du trotz Alter und Einschränkungen heute noch?‘“ Aus diesem Grund geht es neben Angeboten wie der morgendlichen Sitzgymnastik, der Zeitungsrunde, dem gemeinsamen Gang um den Block oder dem beliebten Schlagerraten für den Kopf in der Einrichtung gegenüber der Rheinhauser Friedenskirche immer wieder auch alltagspraktisch zur Sache.

„Nur im Miteinander nicht im Gegeneinander bewältigen wir diese Pandemie“

Bei der Kundgebung der Initiative „Solidarität der Vielen“ und des Bündnisses „Moers ist bunt nicht braun“ hat die Grafschafter Diakonie, das Diakonische Werk im Kirchenkreis Moers, Gesicht gezeigt.  Zusammen mit politischen Parteien, weiteren Wohlfahrtsverbänden, dem Kirchenkreis Moers und Vereinen rief sie bei der Kundgebung am Moerser Rathaus dazu auf, in der Pandemie zusammenzustehen und entstandene Gräben gemeinsam zu überwinden.

Wenn die Sucht das Familienleben durcheinanderbringt

Auf dem Tisch liegen Farbkreiden, Pinsel, Acrylfarbetuben, Kittel und Bogen mit Malpapier. Kunsttherapeutin Birgit Rosada von der Drogenhilfe und Sozialpädagogin Sibel Exposito-Rodriguez, die in der ambulanten Familienhilfe arbeitet, stellen den Jungen und Mädchen das Thema vor. Einen „sicheren Ort“ sollen sie heute gestalten, einen Platz, den sie mögen, an dem die Atmosphäre gut und in Ordnung ist. Die Jungen und Mädchen werden direkt kreativ. Eine Stunde später kleben die Ergebnisse an der Wand. Zu sehen sind eine Insel, auf der die Sonne scheint, ein Platz, an dem die starken und hilfreichen „Beschützer-Riesen“ zuhause sind oder einer, an dem der „Allesbaum“ steht, ein Baum für alle Fälle, an dem alles wächst, was man braucht, auch wenn es im Leben mal schwierig wird.