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Jahresbericht 2017/18

Der Jahresbericht der Grafschafter Diakonie gGmbH - Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers

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aus der Grafschafter Diakonie

Nachrichten

Ehrenamtliche Flüchtlingshelfer informieren sich zum Thema Trauma

„Ich habe diese Reaktion überhaupt nicht einordnen können.“ Diesen Satz hört Barbara Gergs in ihrem Arbeitsalltag häufig. Die Fachkraft des Treff 55 begleitet zusammen mit Kollegin Karin Heintel die rund 100 ehrenamtlich Engagierten, die sich in der Einrichtung der Grafschafter Diakonie, dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Moers, für Geflüchtete in Neukirchen-Vluyn einsetzen. 13 von ihnen erfuhren, dass eine traumatische Erfahrung dahinter stehen kann, wenn  sich Männer und Frauen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, sich ganz plötzlich z. B. aggressiv oder ängstlich verhalten.

Nachmittag im Zirkuszelt. Gute Laune begann schon im Bus

Würden  beim „Circus Flic Flac“ ausschließlich Künstler aus Deutschland auftreten,  wäre die Vorstellung nach fünf Minuten beendet. Diese Botschaft nahmen die 46 Jungen und Mädchen am Samstag, 11. Januar, unter anderem mit von ihrem Ausflug in der Zirkusvorstellung im Duisburger Landschaftspark. „Die Aussage gegen Rassismus und Diskriminierung zu Beginn der Vorstellung, passte gut zu ‚unseren Kindern‘ mit ihrer Herkunft aus vielen unterschiedlichen Ländern und ihren vielfältigen Lebensgeschichten“, sagt Kirstin Germer vom Betreuungsverein der Diakonie im Kirchenkreis Moers e.V.

„Jugendliche empfinden es als normal online zu sein“

Elternfreie Zone an der Friedrich-Heinrich-Allee 20. Am dortigen Standort der Drogenhilfe der Grafschafter Diakonie, dem Diakonischen Werk Kirchenkreis Moers, können Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren jeden Mittwoch unter vier Augen darüber sprechen, ob sie eine Sucht nach Smartphone, Snapchat oder Games entwickelt haben. Die Beratung bei „exzessivem Medienkonsum“  ist Schwerpunkt der offenen Sprechstunde, aber auch illegale Drogen wie Cannabis oder legale Suchtmittel wie Alkohol oder  Nikotin können ein Thema sein. Die Sprechstunde, die die Drogenhilfe seit Sommer anbietet, ist gut besucht. Die Fachkräfte führen jeden Mittwoch in der Zeit von 15 bis 17 Uhr zwei bis drei Beratungsgespräche mit Jugendlichen. Einen Termin müssen die Jugendlichen nicht ausmachen, sondern können einfach in dieser Zeit vorbei kommen.

Vorbeugung tut Patienten und Fachkräften gut

Die Grafschafter Diakonie, das Diakonische Werk im Kirchenkreis Moers, hat zwei neue Spezialisten:  Holger Feige, Abteilungsleiter für den Erwachsenenbereich des Johann Heinrich-Wittfeld Wohnverbunds in Moers und Hülsdonk, und Thomas  Winnig, Pflegefachkraft im Diakoniezentrum Homberg, sind jetzt „Fachberater für Deeskalation und Gewaltprävention“. Rund 100 Stunden lang befassten sie sich beim Institut piag-B (Prävention und Intervention gegen Aggression und Gewalt in Betreuungsberufen) damit, wie Mitarbeiter für den Fall vorbeugen, dass es Gewaltsituationen im Arbeitsalltag gibt, wie sie sich z.B. physisch verhalten oder welche Hilfe sie nach einem Zwischenfall nutzen können.