aus der Grafschafter Diakonie

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Selbstständig, aber nicht allein

Zwei Stockwerke, ein ehemaliges Pfarrhaus und fünf neue Bewohnerinnen. Seit ihrem Einzug hat sich die Haus-WG gut eingelebt. „In den Sommermonaten findet viel Leben auf der Terrasse oder im Garten statt“, sagt Peter Berger, Bereichsleiter Betreutes Wohnen bei der Grafschafter Diakonie, dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Moers. Anfang des Jahres zogen die fünf Männer und Frauen, die ihr Leben mit einer psychischen Beeinträchtigung meistern, in ihr neues Zuhause an der Friemersheimer an der Wörthstraße .

Repelen noch freundlicher machen

Die Lokale Allianz für Menschen mit Demenz lädt ein zu einem besonderen Kaffeetrinken: „Wir wollen Repelen für Menschen mit demenzieller Erkrankung und ihre Angehörigen noch lebenswerter machen“, erklärt Albert Sturtz, 1. Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Moers- Niederrhein e.V. „Deswegen laden wir sie ein, damit wir ihre Wünsche und Bedürfnisse bei einem Kaffeetrinken kennenlernen.“

"Wieder Licht sehen" - Neuauflage des Resilienztrainings "Demenz-Friends®" startet im August

Der Vater litt an Demenz, der Mutter ging es körperlich schlecht."Ich habe mich um beide gekümmert und war noch berufstätig", berichtet Britta Voss. "Ich hatte keine Zeit mehr für die eigene Familie, Hobbys hatte ich nicht mehr." Eine Zeit, die bei der Hülsdonkerin seelisch wie körperlich Spuren hinterließ. Elvira Gibbels berichtet Ähnliches. Auch sie spürte deutlich, wie sich mit der Krankheit ihres Ehepartners auch ihr eigenes Leben veränderte: "Ich habe Freunde verloren, das tat weh. Ich habe kein Licht mehr gesehen", erzählt sie.

Mittlerin zwischen den Kulturen

Vor fünf Jahren kam Olesia Walter an den Niederrhein. Nach Weeze ging sie der Liebe wegen. Zuvor hatte die 47-Jährige im ukrainischen Charkiw gelebt. Inzwischen flüchteten ihre Eltern aus der zweitgrößten ukrainischen Stadt an den Niederrhein. In Weeze kamen sie bei den Nachbarn unter. Die Betriebswirtin mit pädagogischer Ausbildung bedeutete ihnen beim Ankommen eine wichtige Stütze und half in den Fragen des Alltags weiter. „Deutschland hat viele andere Regeln und Verordnungen“, sagt sie. Eine Erfahrung, die Olesia Walter jetzt beruflich auch anderen Geflüchteten weitergibt.