Spannendes Wiedersehen nach vielen Jahren

27.04.2018 13:56

Die Nebenstelle in Moers-Hülsdonk des Wittfeld-Wohnverbunds der Grafschafter Diakonie feiert 10-jähriges Bestehen mit ehemaligen Bewohnern und Betreuern

Wie ist es den früheren Bewohnern nach ihrem Auszug ergangen? Haben sie einen Job gefunden? Konnten sie ihr Leben meistern und was ist aus ihnen geworden? Spannende Fragen, die für ehemalige Bewohner der Nebenstelle in Hülsdonk und vor allem der dort ansässigen Abteilung Jugendhilfe des Johann Heinrich Wittfeld-Wohnverbunds und ihre Betreuerinnen und Betreuer am 4. Mai beantwortet werden können. Mehr als 300 Einladungen hat Ramona Görsch, die Leiterin der Einrichtung der Grafschafter Diakonie verschickt. Anlass der Wiedersehensparty ist das 10-jährige Bestehen der Anlage an der Walpurgisstraße 14-32. Gefeiert wird ab 14 Uhr, Ende ist gegen 18.30 Uhr. 
In dem um einen grünen Platz mit Grillpavillon und Spielplatz gruppierten Häuser-Karrée leben Erwachsene, Jugendliche, junge Erwachsene und junge Mütter und Väter in einer nachbarschaftlichen Gemeinschaft und werden von den Mitarbeitern des Johann Heinrich Wittfeld-Wohnverbunds betreut und unterstützt. Alle Menschen, die hier wohnen benötigen unterschiedliche Unterstützung im Alltag und haben das Ziel, ein eigenständiges Leben zu führen. Begleitet von Sozialarbeitern, Erziehern, Heilerziehungspflegern, einer Ökotrophologin und Hund Paula führen die jungen Menschen nach dem Selbstversorgerprinzip ihr eigenes Leben. Einkaufen, Kochen, morgens mit dem Wecker aufstehen, das Frühstück für das Kind zubereiten, es zur Kita bringen oder das Baby versorgen. „Wir wollen eine geschützte Heimat bieten, aber die jungen Leute sollten lernen, ihr Leben selber in die Hand zu nehmen und ihre Zukunft zu planen“, sagt die Einrichtungsleiterin. „Eine Besonderheit unserer Arbeit ist, dass wir auch Plätze bieten für junge Erwachsene und Eltern mit psychischen Erkrankungen und problematischem Hintergrund.“  Das größte Augenmerk neben der Haushaltsführung und der Tagesstrukturierung liegt hierbei oftmals darin, die Bewohner in Krisensituationen zu unterstützen und eine langfristige Stabilisierung des psychischen Zustandes zu erreichen. 
Wenn das Wiedersehen mit Essen, Trinken, einer Hüpfburg für die Kinder und vielen Fotos und Bildern der gemeinsamen Zeit gefeiert wird, könnte so mancher Gast von weiter her anreisen. Leiterin Ramona Görsch erklärt warum. „Aufgrund der Betreuung in Wohnungen und nicht in Wohngruppen, haben wir auch die Möglichkeit, Mütter oder Väter mit mehreren Kindern aufzunehmen. Das ist nicht in jeder Mutter-Kind-Einrichtung der Fall bzw. möglich. In der Walpurgisstraße lebten daher schon junge Ein-Eltern-Familien aus Trier oder Aachen, die die dortigen Jugendämter nach Moers vermittelten.

In der Arbeitstherapie des Wittfeld Wohnverbunds der Grafschafter Diakonie, die das Diakonische Werk des Kirchenkreises Moers ist, entstehen nützliche Sachen, wie der selbst gezimmerte Grillpavillon (Foto hinten), ein feuerroter Mini-Schuppen für Spielgeräte oder ein Fitness-Raum in einer ehemaligen Garage.

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