Moers: Rudolf-Schloer-Stift

Historie

Wer im Moerser Stadtteil Hülsdonk durch den Freizeit- und Schlosspark spaziert, erblickt sofort das moderne und ansprechende Gebäude des Rudolf-Schloer-Stifts. Ein Haus für 126 pflegebedürftige Bewohnerinnen und Bewohner.

Rudolf Schloer (1839-1905), Nachkomme einer alt eingesessenen Fabrikanten- und Handwerkerfamilie sowie Mitglied der Stadtverordnetenversammlung, hatte testamentarisch die Errichtung einer Stiftung verfügt, deren Zweck „…die Unterhaltung einer Heimstätte für arme und hilfsbedürftige Männer evangelischen Bekenntnisses“ sei „im Alter von mindestens 60 Jahren, welche sieben Jahre ununterbrochen in Moers wohnen und unbescholten sind." 

Das Stiftungsvermögen bestand aus rund 345.000 Mark. Nach zwei Kriegen und inflationärer Geldentwertung auf 51.000 DM geschrumpft, übergab die Stadt Moers 1961 das Geld an die Evangelische Kirchen- gemeinde und verknüpfte damit die Verpflichtung, dem daraus finanzierten Altenheim den Namen „Rudolf-Schloer-Stift" zu geben. Am 3. Mai 1961 wurde das Haus eröffnet. 1994 erhielt es einen Neubau mit Gemeindezentrum und Begegnungsstätte.

Vor einigen Jahren hat die Stadt Moers den zum Rudolf-Schloer-Stift führenden Fußweg nach seinem Stifter benannt und ihm so ein bleibendes Andenken bewahrt.