Arbeitsmarkt: So geht gute Inklusion von Menschen mit Schwerbehinderung

24.10.2017 15:38

Projekt „win win“ für schwerbehinderte Langzeitarbeitslose im Kreis Wesel verleiht Auszeichnung „Pro Inklusion“ in Moers

Drei Betriebe aus dem Kreis Wesel sind mit dem Preis „Pro Inklusion“ ausgezeichnet worden, den das Projekt „win win“ im Kreis Wesel vergibt. Damit wird der besondere Einsatz dieser Firmen um die Integration von Menschen mit einer Schwerbehinderung in den beruflichen Alltag gewürdigt. Die Auszeichnungen wurden auf dem „Inklusionstag“ des Projekts am Dienstag, 17. Oktober, am „win win“-Standort Moers übergeben. Ausgezeichnet wurden folgende Betriebe:  Das Familienunternehmen Powermoon aus Rheinberg, das ganz bewusst einen Rollstuhlfahrer als Bürokraft eingestellt hat und im Arbeitsleben unterstützt; die Rechtsanwaltskanzlei HTM Meyer Veen und Partner (Hamminkeln), die einer jungen Frau mit Schwerbehinderung und gesundheitlichen Beeinträchtigungen einen Ausbildungsplatz bereitgestellt hat sowie die Weiden-Apotheke (Dingden), die eine sehbeeinträchtigte junge Frau zur Ausbildung eingestellt hat. Die Gewinnerunternehmen erhielten auf dem Inklusionstag in Moers jeweils eine Originalzeichnung des bekannten Karikaturisten Gerhard Mester zum Thema „Behinderung und Beruf“.

Arbeitslose schwerbehinderte Menschen in Arbeit zu bringen ist Ziel des Projektes „win win“ (Weseler Inklusions-Initiative – Wir integrieren nachhaltig).  Fachkräfte der Grafschafter Diakonie gGmbH – Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers, der Caritas-Verbände Moers-Xanten sowie der Dekanate Dinslaken und der Akademie Klausenhof, Hamminkeln, setzen das Projekt in Moers, Kamp-Lintfort, Dinslaken und Wesel um. Projektverantwortlich ist das Jobcenter Kreis Wesel in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Wesel.

Im Kreis Wesel sind mit steigender Tendenz rund 1500 Schwerbehinderte als arbeitsuchend gemeldet – obwohl sich der Arbeitsmarkt im Kreis derzeit positiv entwickelt. Das Projekt läuft vom 01.09.2015 bis zum 31.08.2018 und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert. Bisher haben sich 411 Betroffene für eine Teilnahme gemeldet. Ursprünglich war geplant, dass innerhalb der dreijährigen Projektlaufzeit rund 85 Betroffene in einen Job vermittelt werden können. Nun sind es nach zwei Jahren bereits 130.

Die Teilnehmenden werden vom Jobcenter und der Arbeitsagentur in das Projekt vermittelt. In Moers und den drei weiteren Projekt-Standorten erhalten die Betroffenen ein individuelles Coaching, durchlaufen verschiedene Tests und diagnostische Verfahren, erhalten Trainings und umfassende Unterstützung beim Bewerbungsverfahren. Außerdem recherchieren die Projektmitarbeiter passende Stellenangebote und kontaktieren Firmen. Besonders die individuelle Unterstützung ohne Zeitdruck hat sich als sehr vorteilhaft für die Teilnehmenden erwiesen.

Wichtig ist auch, das Thema in Öffentlichkeit, Wirtschaft und Verwaltung bekannt zu machen – etwa durch Vernetzung in einem „Inklusionsbeirat“, einem „Inklusionstag“ und mit einer Wanderausstellung, die auf dem Inklusionstag eröffnet wird. Gezeigt werden Zeichnungen des Karikaturisten Gerhard Mester.

Weitere Informationen: www.win-win-wesel.de


Kompetenzzentren/Kontakt:

Moers: Grafschafter Diakonie GmbH – Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers 
Rheinberger Straße 17, 47441 Moers, Tel.: 02841 / 10 01 43

Kamp-Lintfort: Caritasverband Moers-Xanten e.V., Haus der Familie
Kirchplatz 10, 47475 Kamp-Lintfort, Tel.: 02842 / 91 37 21

Dinslaken: Caritasverband für die Dekanate Dinslaken und Wesel
Duisburger Str. 34, 46535 Dinslaken, Tel.: 02064 / 42 90 840

Die drei Unternehmen Powermoon (Rheinberg), Rechtsanwaltskanzlei HTM Meyer Veen und Partner (Hamminkeln) und die Weiden-Apotheke (Dingden) bekamen die Preis „Pro Inklusion“.

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